Vom Suchproblem zum ersten Ergebnis
Viele Menschen suchen nicht nach einer App, sondern nach einer Antwort: Wie viel Rente bekomme ich, wie groß ist meine Rentenlücke und wie wirken sich weitere Berufsjahre aus? Dieser Web-Rechner beantwortet die Kernfrage sofort und zeigt danach, wo Pensivo in der App mehr leisten kann.
Die Rechnung ist bewusst vereinfacht. Komplexe Themen wie Steuern, Krankenversicherung, Kindererziehungszeiten, Abschläge oder Sonderzeiten gehören in eine vollständige Planung. Die Beitragsbemessungsgrenze wird bei den künftigen Entgeltpunkten berücksichtigt.
So nutzt du den Rentenrechner
- Vorhandene Rentenpunkte aus deiner Renteninformation eintragen.
- Jahresbrutto und verbleibende Arbeitsjahre eintragen.
- Wunscheinkommen im Ruhestand eintragen, um die Rentenlücke zu sehen.
- In Pensivo Szenarien speichern und private Vorsorgebausteine vergleichen.
Faktencheck: Rentenrechner 2026 und DRV-Statistik 2024
Ein guter Rentenrechner muss zwei Dinge trennen: die gesetzliche Rentenformel und dein persönliches Budget. Die DRV-Statistik 2024 zeigt, dass Durchschnittswerte nur eine Orientierung sind. Im Rentenatlas 2024 nennt die Deutsche Rentenversicherung für Altersrenten nach mindestens 35 Versicherungsjahren im Bundesdurchschnitt rund 1.809 Euro für Männer und 1.394 Euro für Frauen. Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Rentenatlas 2024, abgerufen am 28.05.2026: DRV Rentenatlas 2024.
Diese Beträge sind Bruttobezüge und nicht dein verfügbares Ruhestandseinkommen. Für deine Planung zählen zusätzlich Kranken- und Pflegeversicherung, mögliche Steuern, private Vorsorge, Wohnkosten und Inflation. Deshalb kombiniert der Rechner vorhandene Punkte, künftige Entgeltpunkte und Ziel-Einkommen. Er beantwortet nicht nur „wie hoch ist die gesetzliche Rente?“, sondern auch „wie weit ist sie von meinem Bedarf entfernt?“.
Die Formel dahinter ist bewusst transparent: vorhandene Punkte plus weitere Jahre mal Jahresbrutto geteilt durch das fest hinterlegte vorläufige Durchschnittsentgelt. Die Beitragsbemessungsgrenze deckelt die künftigen Entgeltpunkte. Danach werden die Gesamtpunkte mit dem fest hinterlegten aktuellen Rentenwert multipliziert; Quelle und Stand stehen direkt am Rechner.
Inflation, Brutto-Netto-Rente und Kaufkraft
Viele Rentenrechner zeigen eine Monatsrente und hören dort auf. Für 2026 reicht das nicht. Die Rentenhöhe muss mit Kaufkraft und Abzügen zusammen gelesen werden. Ein Betrag von 1.900 Euro kann heute deutlich mehr finanzieren als in 20 oder 30 Jahren. Bei zwei Prozent jährlicher Inflation verliert ein fester Betrag über 25 Jahre grob 39 Prozent Kaufkraft.
Die Bundesbank veröffentlicht Preisstatistiken und Verbraucherpreisreihen, die als Grundlage für Inflationsszenarien dienen. Quelle: Deutsche Bundesbank, Konjunktur- und Preisstatistiken, abgerufen am 28.05.2026: Bundesbank Preisstatistik. Neben Inflation musst du bei der Brutto-Netto-Rente auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie mögliche Einkommensteuer einplanen.
Ein nüchterner Arbeitsweg ist: erst gesetzliche Bruttorente schätzen, dann vorsichtige Nettoannahme bilden, danach Zielbudget und Rentenlücke vergleichen. Wer privat vorsorgt, sollte private Zahlungen ebenfalls netto und nach Kosten betrachten.
Praxisbeispiele: Rentenrechner für drei Einkommensprofile
Geringverdiener: 18 vorhandene Punkte, 17 weitere Jahre und 32.000 Euro Jahresbrutto ergeben mit den fest hinterlegten amtlichen Werten 2026 rund 10,5 zusätzliche Punkte. Insgesamt sind es rund 28,5 Punkte und rund 1.211 Euro gesetzliche Monatsrente. Bei einem Wunscheinkommen von 1.900 Euro bleibt eine Lücke von rund 689 Euro.
Durchschnitt: 24 vorhandene Punkte, 18 weitere Jahre und 45.000 Euro Jahresbrutto ergeben mit den fest hinterlegten amtlichen Werten 2026 rund 15,6 zusätzliche Punkte. Insgesamt sind es rund 39,6 Punkte und rund 1.684 Euro gesetzliche Monatsrente. Bei einem Wunscheinkommen von 2.600 Euro bleibt eine Lücke von rund 916 Euro.
Gutverdiener: 34 vorhandene Punkte, 15 weitere Jahre und 67.500 Euro Jahresbrutto ergeben mit den fest hinterlegten amtlichen Werten 2026 rund 19,5 zusätzliche Punkte. Insgesamt sind es rund 53,5 Punkte und rund 2.274 Euro gesetzliche Monatsrente. Bei einem Wunscheinkommen von 4.000 Euro bleibt eine Lücke von rund 1.726 Euro. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze entstehen keine unbegrenzten zusätzlichen gesetzlichen Ansprüche.
Die Bestandteile der Rentenformel beschreibt das BMAS mit Entgeltpunkten, Zugangsfaktor, Rentenartfaktor und aktuellem Rentenwert. Quelle: BMAS, Rentenberechnung, abgerufen am 28.05.2026: BMAS Rentenberechnung.
Häufige Fehler beim Rentenrechner
- Nettoziel mit Bruttorente vergleichen: Das Ziel-Einkommen ist oft netto gedacht, die gesetzliche Rente wird häufig brutto gelesen.
- Zu hohe Dauerwerte einsetzen: Ein aktuelles Spitzengehalt muss nicht bis Rentenstart bestehen bleiben.
- Teilzeit und Erwerbslücken vergessen: Schon wenige Jahre mit niedrigerem Einkommen verändern die Punkte spürbar.
- Frührente nicht separat rechnen: Abschläge können die Monatsrente dauerhaft reduzieren.
- Private Vorsorge doppelt zählen: Ein Depotwert darf nicht zugleich als Kapitalreserve und als volle Monatsrente behandelt werden.
- Quellen nicht aktualisieren: Durchschnittsentgelt, Rentenwert und politische Regeln ändern sich. Prüfe Quelle und Stand regelmäßig.
Schritt für Schritt: Rentenrechner richtig nutzen
- Öffne deine aktuelle Renteninformation und trage vorhandene Entgeltpunkte ein.
- Setze realistische weitere Arbeitsjahre bis zu deinem geplanten Rentenstart.
- Nutze dein beitragspflichtiges Jahresbrutto, nicht dein Nettogehalt.
- Prüfe Quelle und Stand des fest hinterlegten Durchschnittsentgelts und Rentenwerts.
- Vergleiche die geschätzte Rente mit deinem Ziel-Einkommen.
- Vertiefe die Lücke mit dem Rentenlücke-Rechner und private Bausteine mit dem Altersvorsorge-Rechner.
Für die amtlichen Altersrenten und Altersgrenzen stellt das BMAS einen Überblick bereit. Quelle: BMAS, Altersrenten, abgerufen am 28.05.2026: BMAS Altersrenten.
5 Optimierungs-Strategien nach dem ersten Ergebnis
- Rentenpunkte isolieren: Der Rentenpunkte-Rechner zeigt, welche Jahre den größten Einfluss haben.
- Rentenstart variieren: Der Rente-mit-63-Rechner macht Abschläge sichtbar.
- Produktkosten prüfen: Stiftung Warentest bietet unabhängige Informationen zu Altersvorsorge. Quelle: Stiftung Warentest, abgerufen am 28.05.2026: test.de/Altersvorsorge.
- Private Vorsorge in Monatswerten denken: Ein Kapitalstock muss in einen Entnahmeplan übersetzt werden.
- Weiterführende Nort-Ratgeber nutzen: Lies zur Rentenlücke, zur Aktivrente 2026, im Rentenrechner-Hub und im Aktivrente-Rechner.
Wann du genauer rechnen solltest
Ein Web-Rechner ist ein Einstieg. Genauer solltest du rechnen, wenn der Rentenstart weniger als zehn Jahre entfernt ist, wenn du selbstständig warst, mehrere Versorgungssysteme hast, längere Teilzeitphasen hattest oder größere Einmalzahlungen planst. Dann reichen Durchschnittswerte nicht mehr. Sammle Renteninformation, Versicherungsverlauf, bAV-Unterlagen, Depotwerte, Immobilienkosten und erwartete Ausgaben in einer gemeinsamen Übersicht.
Auch Paare sollten getrennt rechnen. Zwei Einkommen können im gemeinsamen Haushalt stabil wirken, aber Rentenbeginn, Lebenserwartung, Hinterbliebenenleistungen und Wohnkosten entwickeln sich nicht immer symmetrisch. Eine getrennte Rechnung macht sichtbar, wer welche Lücke trägt.
Weitere Pensivo Rechner
Vertiefe einzelne Fragen mit den spezialisierten SEO-Rechnern.